Digitaler Zwilling macht Folgen des Klimawandels sichtbar / Abschluss eines EU-Förderprojektes
Ingolstadt nutzt digitale Technologien, um die Folgen des Klimawandels besser zu verstehen und wirksame Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln. Im Rahmen des EU-Förderprojekts „Data Space 4 Smart Local Resources Management“ (DS4LoReMa) hat die Stadt ihren Digitalen Zwilling zur kommunalen Wärmeplanung weiterentwickelt und um neue Umwelt- und Klimadaten ergänzt. Die Ergebnisse des Projekts wurden nun beim Abschlusstreffen der internationalen Projektpartner in Ingolstadt vorgestellt.
Im Mittelpunkt standen der Austausch zwischen den Projektpartnern sowie die Präsentation der Ergebnisse. Die Stadt Ingolstadt gab einen praxisnahen Einblick in den Digitalen Zwilling zur kommunalen Klimaanpassung. Im Rahmen des Förderprojekts wurde der bestehende Digitale Zwilling aus der kommunalen Wärmeplanung mithilfe von Open Data weiterentwickelt. „Damit haben wir nun ein Werkzeug und eine solide Datengrundlage, um den Klimawandel und die lokal spürbaren Auswirkungen besser zu verstehen und zielgerichtete Maßnahmen abzuleiten“, erklärt Thomas Schneider, Leiter der Stabsstelle Strategien Klima, Biodiversität und Donau.
Ein öffentlich zugängliches Dashboard informiert zudem über aktuelle Wetterdaten, Warnungen vor Extremwetterereignissen sowie sogenannte kühle Orte im Stadtgebiet. Mithilfe von Wetterstationen und Sensoren werden Niederschlag, Wind, Lufttemperatur sowie die Bodenfeuchte an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet gemessen – sowohl auf stark versiegelten als auch auf begrünten Flächen. Diese Daten zeigen, welchen Beitrag Grünflächen zur Abkühlung und Klimaanpassung leisten. Die Sensordaten sind als Open Data unter ingolstadt.bydata.de verfügbar. Weiterführende Informationen über das EU-Projekt finden Sie hier. Das Dashboard wird nach Projektabschluss auf der Website 2035.de publiziert.
Das EU-Förderprojekt wurde von der Stadt Ingolstadt gemeinsam mit der Wiener Neustadt, der Stadt Tulln, der ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH, der FH St. Pölten (USTP), der Forschungs- und Technologietransfer GmbH (FOTEC), den IT‑Dienstleistern MBITSolutions GmbH und greenventory GmbH sowie dem Institut für Klima- und Energiekonzepte GmbH (INKEK) umgesetzt und endet im August 2026. Innerhalb der Stadt Ingolstadt sind das Amt für Informations- und Datenverarbeitung, die Stabsstelle Klima, Biodiversität und Donau sowie das Wirtschaftsreferat beteiligt.


