Ein Projekt von Dr. Kim Vender vom Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit (RIFS) der Helmholtz Gesellschaft (GFZ) in Potsdam. Die wichtigsten Infos in Kürze finden Sie hier!
Hintergrund
Wetterereignisse wie Starkregen werden immer häufiger und extremer mit zunehmender globaler Erwärmung. In den Entwicklungsländern sind Menschen besonders stark von den Auswirkungen betroffen, aber auch in den nördlichen Regionen der Erde sind sie zu spüren – die Verluste und Schäden durch den Klimawandel. Im Juni 2024 kam es zu schweren Überschwemmungen in Süddeutschland. Menschen haben ihr Leben, ihre Häuser, ihr Hab und Gut verloren. Es wurde aber auch oft von Solidarität berichtet, lokal und regional. Dieses Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Frage, wie Solidarität erlebt und in seiner Intensität und Perspektive beeinflusst wurde durch die Erlebnisse der Überflutungen, auch in Hinblick auf Regionen, Länder und Gemeinschaften im Globalen Süden.
Projektziele
Das Projekt zielt darauf ab, die öffentliche Meinung in Deutschland zum Thema Klimafinanzierung im Bereich Verluste und Schäden zu erfassen. Ein Hauptaspekt ist dabei Deutschlands Rolle als Geldgeber des Fonds der Vereinten Nationen zur Adressierung von klimabedingten Verlusten und Schäden. Da der Fonds stark mit der Frage der Klimagerechtigkeit zusammenhängt, kommt dem Konzept der Solidarität eine große Bedeutung zu und ist deswegen Hauptthema des Projekts. Ergebnisse werden schriftlich zusammengefasst und der Zivilgesellschaft sowie politischen Entscheidern als Informationsbasis zur Verfügung gestellt. Eine abschließende Veranstaltung mit Projektteilnehmenden, Zivilgesellschaft und Politik soll ebenfalls der Verbreitung der Ergebnisse dienen.
Herangehensweise
Das Projekt verfolgt zwei Ansätze. Zum einen werden Online-Umfragen durchgeführt und zum anderen Fokusgruppen, d.h. tiefergehende Gespräche mit Menschen, die von den Überflutungen 2024 in Süddeutschland direkt betroffen waren. Betroffenheit bezieht sich hierbei auf das Erleben des Hochwassers und die Erfahrung von Verlusten von, und/oder Schäden am eigenen Leib sowie Hab und Gut. Weiterhin umfasst Betroffenheit, wenn Berufsstätten und unmittelbare Lebensraumumgebung von den Fluten mittel- bis langfristig beeinträchtigt wurden und sich dadurch wirtschaftliche als auch nicht-wirtschaftliche Schäden und Verluste ergeben haben. Diese beinhalten z.B. einen notwendigen Wegzug aus der Heimat, Umorientierung beim Erwerben des Lebensunterhalts oder Zerstörung von Orten mit kultureller Bedeutung (unter anderem Friedhöfe, religiöse Stätten, Naturerholungsgebiete, Denkmäler und historische Bauten). Wenn Sie sich als Betroffene/r in diesem Sinne empfinden, melden Sie sich gerne an!
Zusammenfassung Fokusgruppe Manching und Umgebung
Teilnehmerzahl
Anzahl der Treffen
Tage und Dauer
Adresse
Zeitraum
Aufwandsentschädigung pro Teilnehmerin
Bitte mitbringen
8-10 Personen je Gruppe
4-6
ein Freitag im Monat
16-18 Uhr
Bürgerhaus Markt Manching
Ursinusstr. 1
85077 Manching
26. Juni – 27. November
10 Euro je Treffen
Laptop (wenn vorhanden)
Wenn Sie Fragen haben, schreiben Sie gerne eine Email:
kim.vender@rifs-potsdam.de
Ich freue mich sehr auf Ihre Teilnahme! Zur Anmeldung geht´s hier lang:
https://eveeno.com/fokusgruppe-klimaschaden1


